Der Mensch sollte im Mittelpunkt jeder ärztlichen Behandlung sein. Leider ist das im heutigen Gesundheitssystem nicht immer der Fall. Der "chronische Schmerz" ist immer noch ein Exot im Medizinwesen.

Mittlerweile gibt es in Deutschland ca.15 Millionen Schmerzkranke. Davon ca. 1 Million Patienten, die dringendst behandlungsbedürftig sind.

Unsere Vision ist, dass in Zukunft niemand mehr chronisch Schmerzkrank sein wird. Jeder Mensch mit Schmerzen sollte ernst genommen werden und sofort richtig behandelt werden.

Schmerz soll ein Teil des Studiums zur Medizin werden, damit jedem Patienten mit Schmerzen, das heutige Leid erspart wird.

Mit Erstaunen musste ich feststellen, in der alltäglichen Gruppenarbeit, dass viele der praktizierenden Ärzte, gar nichts über den Schmerz wussten.

Die sozialen und sozialrechtlichen Organisationen und deren medizinischen Einrichtungen waren hier keine Ausnahme.

Der Aberglaube und die Ignoranz gegenüber den Schmerzmitteln in der Schmerztherapie, Opioide, taten ihr Übriges. Da es immer noch Mittel sind die der Betäubungsmittel- Verordnung unterstehen, scheuen sich viele Ärzte, dies Mittel zu verschreiben. Die Frage der Sucht steht immer noch an erster Stelle obwohl sie nicht berechtigt ist.

Genau so wie ein Herzkranker seine „Herzmittel“, ein Diabetiker sein Insulin braucht, braucht der Schmerzkranke seine Schmerzmittel. Niemand käme auf die Idee einen Diabetiker als Süchtigen zu bezeichnen oder würde nach guter Einstellung, diese Mittel reduzieren oder absetzen.

Eine moderne Schmerztherapie, ein schmerzfreies Krankenhaus kann es nur mit gut ausgebildeten Ärzten und aufgeklärten Patienten geben. Die Patienten müssen lernen auf Augenhöhe der Ärzte zu sein und sich als aktiver Patient an ihrer Gesundung beteiligen.